Project Switch – Der erste Schritt ist getan
Nach reichlicher Überlegung und Abwägung aller für und wieder wurde letzte Woche Dienstag das Project Switch gestartet. Project Switch – das ist mein Umstieg vom Windows PC auf Mac. Der Startschuss viel mit der Bestellung eines neuen Mac mini bei cyberport.de.
Der Entschluss zum Wechsel auf die Mac Plattform hat eine ganze Weile gedauert, wurde aber letztendlich durch die Vorstellung des neuen Mac mini auf der Macworld erheblich beeinflusst. Nachdem es mittlerweile im Netz und auch in Fachzeitschriften sehr ausführliche Testberichte und Review gibt – ist die Entscheidung auf den Mac mini gefallen. Er hat die Ausstattung, die ich benötige, ist zudem noch Platz sparend und leise und das Preis-Leistungsverhältnis stimmt auch. Über das Design muss man wohl keine Worte mehr verlieren.
Es erinnert an die Grundideen des Bauhaus-Stils in den 20er Jahren: Einfache Form, kompakte Abmessungen, kühles sachliches Design. Und vor allem kein unnötiges Blendwerk oder Zierrat. Der Apple Mac mini ist derart minimalistisch gehalten, dass man ihm die hohe Funktionalität auf den ersten Blick keinesfalls ansieht. Ebenso könnte der ultrakompakte PC in Quaderform ein Gegenstand aus der gehobenen Hifi-Welt sein. Doch in dem Gehäuse, das kaum mehr Volumen als ein DVD-Etui für 20 Medien beansprucht, steckt ein komplettes PC-System samt Laufwerken und zeitgemäßen Schnittstellen. Der Einschub für DVD- und CD-Scheiben ist derart dezent gehalten, dass der unbedarfte Anwender kaum dieses Feature an der gänzlich in Aluminium eingefassten Front vermutet. Und wie von Geisterhand bewegt verschwindet der Datenträger dank Slot-in-Mechanik im Inneren des Mac. Einen Auswurfknopf gibt es nicht, Apple verzichtet ebenso auf eine blinkende Status-LED. Eine vollkommen andere Welt gegenüber den Windows-basierenden Allerwelts-Rechnern? Ist es im Grunde genommen schon, denn diese Einfachheit bei der Bedienung und der Verzicht auf jegliches Beiwerk von Knöpfen oder Schaltern versetzt selbst den anspruchsvollen Käufer ins Staunen. Dagegen muten die meisten Offerten der Mini-Barebones immer noch wie Bastel-Lösungen einer anderen Generation an.
Ich benutze meine (Windows-) PC, mal abgesehen von etwas Java Programmierung, für die typischen Dinge eines Heimanwenders – Internet surfen, Dokumente schreiben, Photos verwalten und bearbeiten und ein wenig Filme schneiden. Zum Spielen haben wir ein Konsole. Die meisten Dingen lassen sich auf dem Windowssystem ganz gut erledigen (bisher hat es zumindest alles funktioniert) – also warum wechseln und warum auf einen Mac?
Zum einen werde ich nicht komplett wechseln. Beruflich werde ich weiterhin ein Thinkpad verwenden und auch mein PC zu Hause wird sicherlich noch einige Wochen (oder Monate) unter dem Schreibtisch Platz haben. Der Mac mini bekommt natürlich Platz auf dem Schreibtisch.
Gründe zu wechseln gibt es dennoch mehrer: Zum einen bin ich mit meiner momentanen Videobearbeitungssoftware nicht wirklich zufrieden. Hier halte ich mich eigentlich nur mit Trailversionen über Wasser. Für Hobbyzwecke halte ich die Investition in mehrere hundert Euro teure Software nicht für gerechtfertig. Hier ist iLife sicherlich eine gute Alternative. Andere Programme wie OpenOffice, Firefox oder Eclipse gibt es für beide Platformen.
Ein anderer Grund sind die Updateorgien von Windows. Mehrmals die Woche den Virenscanner aktualisieren und über Windowsupdate Patches einspielen ist auch nicht die Erfüllung (dabei ist mir wohl bewusst, das das auf Linux oder Mac zum Teil auf der Fall ist). Mein XP bettelt auch heute nach jedem Neustart das es doch XP SP2 installieren darf – nix da.
Linux ist hier für mich auch keine wirkliche Alternative – ich möchte eine Plattform, die für mich da ist und wo man sich nicht wirklich um das System selbst kümmern muss. Aktuell ist für mich Linux auf dem Desktop noch nicht soweit, zumindest, wenn man sich wie ich nicht nur mit Konfigurationsdateien herumschlagen will. Neue Kernel kompilieren ist auch nicht unbedingt mein Hobby (vielleicht sollte ich das ja mal ausprobieren).
Ein weiterer Grund ist natürlich auch die Neugier auf ein neues, leicht zu bedienendes System.
Nun warte ich erstmal auf die Lieferung des mini und freue mich schon auf das Auspacken.
To be continued …


Na dann mal viel Glück mit “Switch”. Wenn du sagst, dass dein PC erstmal noch unterm Tisch bleibt, dann ist das ok. Für mich wird er aber immer da bleiben und ab und an wird dich XP auch wieder an das SP2 Update erinnern.
Ich bin der Meinung, dass ein Mac auch für gewöhnliche Otto-Normalanwender ohne Spielsucht zum derzeitigen Stand keine wirkliche Alternative darstellt. Die Softwareauswahl ist einfach nicht groß genug. Sobald die Funktionalität deiner Standartsoftware nicht mehr ausreicht, gibt es gerade für den PC eine Unmenge an Programmen, die einem das Leben erleichtern. Und genau das wirst du vermissen. Wenn du dir aber 2 Computer leisten willst und kannst dann bitteschön. Deutschland ist auch ein freies Land.
Grüße nach L.E.
muckefuck
Nach kurzer Recherche im Netz habe ich für alle Programme die ich verwende auch Versionen für Mac oder geeignete Alternativen gefunden.
Eine Tabelle werden ich hier mal veröffentlichen.