UMTS Datentarife im Vergleich
Internetzugang über UMTS als Alternative zum DSL Zugang? Welcher Tarif ist der passende?Datentarife für das mobile Surfen gibt es in Deutschland mittlerweile wie Sand am Meer, aber nur wenige sind für den Privatanwender wirklich interessant. Die meisten fallen schon wegen der hohen Kosten und der Abrechnung pro Kilobyte aus der Liste. Bleibt eigentlich nur noch eine (Pseudo-) Flatrate, zu einem festen Preis. Hier ist die Auswahl schon deutlich geringer, aktuell gibt es drei Tarifmodelle, die ich mir auf dem Weg zurück zum Breitband mal näher angeschaut habe. Die Kandidaten sind: o2 surf@home, Vodafone Zuhause Web und die E-Plus Online Flat.

Alle im Moment angebotenen Tarif sind keine komplett uneingeschränkten Internetzugänge, je nach Anbieter gibt es einige Einschränkungen.
- O2 surf@homeO2, als erster mit einem UMTS Datenzugang gestartet, bietet den Tarif surf@home mit einer Zeit- oder einer Volumenbasierten Taktung an. Die größten verfügbaren Pakete liegen bei 40 Stunden bzw. 2GB Inklusivguthaben und kosten 21,99 € zusätzlich zum Grundpreis von 9,99 €. Wer mit weniger auskommt kann auch auf kleinere Pakete zurückgreifen.Beide Tarife sind an eine feste Adresse gebunden und können nur im UMTS Netz mit dem Surf@home UMTS-Router genutzt werden. Dieser lässt sich einfach über Kabel oder W-LAN an jeden Rechner anschließen, extra Software wird nicht benötigt.
- E-Plus Online FlatDie Online Flat von E-Plus ist die einzige wirkliche Flatrate, es gibt keine Zeit- oder Volumenbeschränkung. Der Zugang funktioniert an jedem Ort in Deutschland und wenn kein UMTS Netz verfügbar ist auch über GPRS. Der Preis liegt mit 39,95 € im Moment im oberen Bereich. Die einzige Einschränkung ist, dass Internettelephonie „nur“ über Skype möglich ist. Dies wird von E-Plus sogar extra beworben.
- Vodafone Zuhause WebFür einen Betrag von 29,95 € erhält man einen Vertrag mit 5 GB Inklusivvolumen (jedes MB darüber kostet extra) und 3 Monate Laufzeit. Als Alternative gibt es auch eine zeitbasierende Taktung mit 60 Stunden inklusive. Der Internetzugang ist an eine feste Adresse (Zuhause-Bereich) gebunden, wenn diese Zone verlassen wird, wird sofort jedes MB (Minute) berechnet. Dem Benutzer wird dies über eine SMS signalisiert, die man allerdings nur bei Verwendung der Vodafone Zugangssoftware bekommt. Vodafone scheint dies auch ziemlich genau zu nehmen.Der Tarif ist somit wirklich nur für die Nutzung an einem festen Ort sinnvoll. Als Zugangsgerät kann man eine UMTS Karte für den Laptop oder jedes UMTS Handy verwenden. Ohne UMTS Versorgung ist immer noch der Zugang über GRPS möglich. Wer über das Netz Telefonieren möchte ist auch hier auf Skype beschränkt, andere Provider (über SIP Protokoll) werden auch hier blockiert.
Update: Auch Vodafone hat mittlerweile einen UMTS Router für kleinere Gruppen angekündigt.
Ich selbst habe diesen Tarif nun schon seit einigen Wochen und damit eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht.
Ob ein mobiler Internetzugang nun wirklich eine Alternative ist, so wie es von den Mobilfunkanbietern in bunten Anzeigen und auf diversen Webseiten suggeriert wird, muss jeder persönlich entscheiden.
Als reiner DSL-Ersatz ist ein UMTS Zugang auch heute noch nicht brauchbar, die zu erreichenden Geschwindigkeiten liegen noch deutlich unter DSL Niveau, die Pingzeiten sind deutlich länger und auch beim Preis gibt es noch erhebliche Unterschiede. In Betracht ziehen sollte man die UMTS Variante nur wenn man auf einen mobilen Internetzugang wirklich angewiesen ist oder, wie auch ich, in einem Gebiet wohnt, in dem es vorerst kein DSL geben wird.


konnte jemand in Erfahrung bringen ob VOIP (SIP oder Skype oder beides) bei o2 surf@home funktioniert oder nicht?
zu “Vodafone Zuhause Web”: heißt es auf der Vodafone Seite 3 monatige Kündigungsfrist jedoch nicht 3 monatige Laufzeit (es sollen auch 24 Monate sein).
Es gibt zwei Datenkarten zu denen man Vodafone Zuhause buchen kann. BusinessDataPro6 mit 24 Monaten Laufzeit und BusinessData3M mit 3 Monaten Laufzeit. Siehe: http://www.vodafone.de/infofaxe/488.pdf
Mich stört an der UMTS Verbindung, dass es bei einigen Anbietern eine begrenzte Flatrate ist. Musste deswegen schon oft nachzahlen.
o2, Vodafone und eplus sind nicht die einzigen Anbieter für günstige Datentarife – auch die Prepaid Tarife bieten billige Datentarife (fonic surf stick oder simyo) und es gibt schon Flatrate Anbieter für spezielle UMTS Tarife (Moobiair oder surf red für Notebook oder Laptop).