Flock – locker flockig und sozial surfen
Flock ist ein neuer Internetbrowser. Die erste öffentliche Entwicklerversion vom viel umschwärmten „Sozial-Browser“ ist seit 14 Tagen verfügbar. Seit dem ist er in aller Munde (1, 2, 3 oder 4). Am Wochenende habe ich mir die Zeit genommen und habe mir Flock auch mal näher angeschaut.
Flock basiert auf Firefox 1.0 und ist diesem auf den ersten Blick auch sehr ähnlich. Auf den zweiten Blick besitzt Flock aber einige sehr nützliche, neue Funktionen.
Zum Ersten ist da die Bookmarkverwaltung. Lesezeichen können wahlweise privat oder öffentlich, über del.icio.us, abgelegt werden. Der Verwaltung erfolgt über Tags und Stars, ähnlich wie man es eventuell von Google Mail kennt. Die Verwaltungsoberfläche finde ich sehr gelungen, etwas Ähnliches such man, zumindest unter Windows, vergebens. Kleiner Nachteil der Onlinebookmarks ist allerdings ein deutlicher Geschwindigkeitseinbruch, da die Bookmarks zumindest im Moment nicht lokal zwischengespeichert werden.
Flock besitzt auch einen kleinen Blockeditor. Im Moment funktioniert diese mit Blogger.com und Wordpress. Weitere Bloggsysteme sind in Planung. Der Editor besitzt die grundlegendsten Funktionen und erlaubt das direkte Posten aus dem Browser. An vollwertige Blogtools wie ecto oder MarsEdit reichen die Funktionen aber nicht heran. Mir fehlt hier besonders die Source Ansicht.
Als weitere Features von Flock stechen die Integration von Flickr und eine Informationsablage namens Shelf hervor. Hier können beliebige Informationen aus Webseiten einfach per Drag & Drop abgelegt werden.
Nach meinen ersten Surfausflügen mit Flock denke ich der Browser hat durchaus Potential. Er ist allerdings momentan noch im Previewstadium. Dies merkt man besonders an der noch langsamen Geschwindigkeit und am Ressourcenverbrauch. Bis zum ersten Release werden die Entwickler hier sicherlich noch einige Verbesserungen erzielen. Im Moment bleibe ich aber weiterhin bei Firefox. Die meisten Features von Flock kann man auch in Firefox über Extensions nachrüsten. Flock bleibt aber weiterhin unter Beobachtung.


»Mir fehlt hier besonders die Source Ansicht.«
Die ist vorhanden:
Das Eingabefeld ist zweigeteilt; oben WYSIWYG- und unten Quelltext-Feld. Der Trennbalken zwischen beiden ist jedoch ganz nach unten geschoben. Das WYSIWYG-Feld ist also ganz aufgerissen, das Qielltext-Feld hingegen ganz zugeschoben.